5. november – heimat

ich freue mich, daß @GEDANKENtaenze zu uns gefunden hat. und dass und vor allem wie ihr die impulse umsetzt, das finde ich sehr interessant und schön.
deshalb will ich auch gleich den nächsten impuls geben. Ich stelle dieses mal einen satz von fjodor michailowitsch dostojewski voran:

ohne heimat zu sein heißt leiden.

was bewegt euch bei diesem satz? was fällt euch sonst zur heimat ein? welchen bezug habt ihr dazu?
ich bin wie immer gespannt auf eure momente.

wir lesen uns…

suche

nein
da war kein ort
der ihm jemals
heimat schien
bleibe vielleicht bis 
es ihn weitertrieb
oder andere ihn
vertrieben
er suchte also
weiter im überall
las vom wir auf
bunten plakaten die
wie eine mauer ihn
draußen stehen ließen
lernte ständig neue
regeln und gesetze 
hielt sich daran
als könnte daraus
etwas keimen das
heimat ihm würde
und suchte doch
vergebens einen ort
er wusste nicht dass 
sie in ihm kümmerte 
im ewigen warten 
dass er sie 
fand

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Avatar von Unbekannt

Autor: stachelvieh

Gelegenheitsbloggerin

13 Kommentare zu „5. november – heimat“

  1. Kennst Du diese Orte?
    Die, die sich vertraut anfühlen
    die, die auf Dich gewartet haben
    lange
    so wie Du auf sie

    Kennst Du diese Wesen?
    Die, die sich richtig und gut anfühlen
    die, die Du immer vermisst hast,
    ohne sie zu kennen

    Und jetzt stell Dir vor
    all das vereint sich
    und die Wesen helfen Dir
    diesen Ort
    noch schöner zu machen…

    Dann wird aus Heimat
    ein Seelen-Ort

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  2. Heimat

    Für mich keine Norm
    Keine Vorschrift
    Keine Abgrenzung
    das Fremde nichts Böses.

    Für mich kein Suchen
    sondern Finden.

    Heimat, ja auch da, wo ich aufgewachsen
    Aber auch:
    Erinnerungen.
    Ein Geschmack, den ein lieber Mensch vor langer Zeit…
    Ein Gefühl, das ich wieder erfahre.
    Ein Buch, Musik, ein Eindruck, ein Ort

    Heimat, kann plötzlich sein
    Ja, hier bin ich zu Haus
    Selbst wenn ich nur ein einziges Mal

    Im Zusammensein.
    Lange nicht gesehen, ein anderer Ort, irgendwo
    Plötzlich:
    Heimat

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  3. Ich will dir Heimat sein
    dein sicherer Ort
    an dem du bist wer du bist
    und niemand sein musst

    Ich will dein Zuhause sein
    dich wärmen, für dich da sein
    dir zuhören, vertrauen
    mit dir sein wer wir sind

    Sei du meine Heimat
    mein Hafen, mein Zuhause
    nimm mich wie ich bin
    und sei mit mir ein wir.

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  4. Mir klebt kein Sand in den Schuhen
    Auch war ich niemals dort

    Ich kleb an Heimat
    Ein Platz zum Ruhen
    Hier liegt mein Ort
    Hier ruht die Quelle meines Sein
    Hier klebt Erinnerung
    An jedem Stein
    Hier fühl‘ verbunden mich und frei
    Hier bin ich Selbst
    Darf gleichfalls Zwei

    Darf Schreiben
    Malen in all‘ Format
    Braucht nie zu spielen
    Den Diplomat


    ©HW

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  5. Meine Heimat
    Ist zuerst ein Fluss, dessen Name ich trage
    Menschen, in deren Sprache ich frage:
    Warum gibt es immer noch die und wir
    Das Gras ist dort längst nicht mehr grüner als hier
    Warum leiten und forschen wir nicht selbst
    Werden Führungskräfte noch immer von drüben gestellt
    Wir haben das gleiche Erbe zu tragen
    Warum also immer noch dieser Graben

    Meine Heimat
    Sind einfache Menschen wie du und ich
    Sind Wiesen und Felder, die Luft so frisch
    Sind Wälder, denen das Wasser fehlt
    Und sanfte Berge, zahllos unterhöhlt
    Vom Bergbau, der hier Geschichte war
    Das Berggeschrey nun, das ist wieder da
    Doch ohne die Menschen die hier bleiben
    auch dabei zu beteiligen

    Meine Heimat
    Sind Dörfer und Städte mit Pflegeheimen
    (Familien und Kinder wollen nicht bleiben)
    Ist Tradition UND Moderne, so schwer es auch fällt
    Es in manchen Köpfen noch nicht Einzug hält.
    Es gibt Menschen, die wollen sich nicht mehr schämen
    Der Vergangenheit wegen sich auch nicht grämen
    Verantwortung aber fällt doch so schwer
    Vermischung der Themen kommt leichter daher

    Trotz dunkler Listen, die auf sie zeigen
    So ziehen die Gräben auch hier neue Bahnen
    In den Gräbern sich umdrehen unsere Ahnen.

    Meine Heimat
    So gerne möchte ich sie euch einmal zeigen
    Will mit euch auf meinem Berg stehen und gemeinsam schweigen
    Geschichten hören von hüben und drüben
    Mit einem Sekt unsre Einheit endlich begrüßen.

    Unsere Heimat

    https://troet.cafe/@muldenkind/111358674137211307

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  6. Poesie
    meines Lebens
    Sommerblumenworte
    himmelhochjauchzend
    wie Allgäuer Berge
    dunkles Streicheln
    von Melancholie
    wie Moorwasser
    mal oben
    mal unten
    die Waage meiner Gefühlswelt
    getragen von Geduld und Freundlichkeit
    mein inneres Lächeln
    mir Heimat gibt

    (Heute ein etwas älteres Gedicht von mir)

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  7. Heimat

    Heimat ist Geburtsort, Wohnort, Land
    Heimweh ist besonderes Gewand

    Ich kenn auch Heimweh, weiß nicht woher
    das ist gar nicht erdenschwer

    Ich weiß auch nicht, wie ich’s erzähle
    vielleicht trifft „Heimat der Seele“

    woher wir kommen?
    wohin wir gehen?

    Das Heimweh! Wer kann es verstehen?

    Hier ist ausgerollte Ewigkeit
    mit Hass und Liebe, Frieden, Streit
    zeitlicher Spagat

    Geburt, Leben, Tod
    Schönes, Not

    doch wo immer wir uns wiedertreffen
    wiedersehen

    (geht’s auch über das Verstehen):

    da ist dann die Heimat

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  8. .
    gefangen nicht nur in der einsamkeit
    hatte der soldat nur eine möglichkeit
    in der fremde zu überleben
    er beheimatete sich in sich selbst
    und den erinnerungen an früher
    .

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