#stalywo2023 – resumee und zusätzlicher impuls

liebe mitschreibende, die ihr mir so viele momente geschenkt habt beim #stalywo2023,

ich bin überwältigt, dass ihr euch so zahlreich eingefunden habt. es ist schön, so auch die Vielfalt zu sehen und sichtbar zu machen, die aus einem einzigen impuls erwächst.
ich danke euch sehr und gelobe, zukünftig auch die #sammelstelle
wieder etwas häufiger zu bewirtschaften.
und so fange ich gleich damit
an, möchte aus anlass des tages diesen aber gern auch noch der #stalywo2023 angliedern.

es gibt ein unfehlbares rezept, eine sache gerecht unter zwei menschen aufzuteilen: einer von ihnen darf die portionen bestimmen, und der andere hat die wahl.

gustav stresemann

ich wünsche wieder viele schöne gemeinsame momente zum thema teilen.
seid ihr dabei?

wir lesen uns…

 

möglich

der da
dürstet
der da
hungert
der da
ohne haus
ohne liebe
ohne frieden
all jene die
auf alle arten
frieren
wärmt dein rat
vom hohen ross
gesprochen
nicht
teile woran
dir nich gebricht
möglich 
dass es beide
erwärmt

hier kannst du deinen beitrag einstellen

einladung zur #stalywo 2023

schon ist gleich wieder november, es fühlt sich eigenartig an. wie überhaupt das ganze jahr, finde ich. ich bin mir meiner gefühle mal wieder gar nicht so sicher. unsicherheit hat sich in vielen bereichen eingeschlichen, möglicherweise bin ich ja gar nicht allein damit.
unsicherheit ist auch impuls für aktionen. gerade beschäftigt mich die Dreiheit von ankommen – bleiben – gehen und den damit verbundenen gedanken, empfindungen, situationen. darum soll es gehen, in der lyrischen woche im november. ihr seid herzlich eingeladen, eure gedanken, verpackt in poetischen momenten, wieder unter die entsprechenden impulse zu schreiben.

das gedicht von hilde domin soll darauf einstimmen.

Mit leichtem Gepäck

Gewöhn dich nicht.
Du darfst dich nicht gewöhnen.
Eine Rose ist eine Rose.
Aber ein Heim
ist kein Heim.
Sag dem Schoßhund Gegenstand ab
der dich anwedelt
aus den Schaufenstern.
Er irrt. Du
riechst nicht nach Bleiben.
Ein Löffel ist besser als zwei.
Häng ihn dir um den Hals,
du darfst einen haben,
denn mit der Hand
schöpft sich das Heiße zu schwer.
Es liefe der Zucker dir durch die Finger,
wie der Trost,
wie der Wunsch,
an dem Tag
da er dein wird.
Du darfst einen Löffel haben,
eine Rose,
vielleicht ein Herz
und, vielleicht,
ein Grab.

24. impuls – sie scherzen wohl?

ja, jetzt war da eine lange pause. ich hatte einfach zu wenig ressourcen. vielleicht habt ihr ja schon lange gewartet auf einen neuen impuls…
hier ist er nun. passend zum tag habe ich ihn gewählt (nicht sehr überraschend, nicht wahr?) ich denke jedoch, ein wenig scherz und leichtigkeit können wir alle brauchen…

ich bin gespannt, was ihr daraus macht. ob ihr den impuls direkt umsetzt oder euch zu weiter flanierenden gedanken angeregt fühlt… schreibt gern eure momente in die kommentare. Ich freu mich drauf.
wir lesen uns!

*

aprilvers

der winter geht
und winkt von fern
und kehrt urplötzlich
dann zurück
lass dich davon nur
nicht verdrießen
der winter scherzt
das tut er gern

der winter scherzt
grad im april
und wie er rangelt
mit dem lenz!
er schiebts dem monat
in die schuhe
er scherzt, weil er
nicht schlafen will