er sitze auf der bank vor seiner laube,
den regenbogen häuptlings hingestellt.
mit laub und äpfeln rings bestückt die bäume,
gänseblümchengezwitscher tief im gras.
indes der wurm des umgebrochnen beetes
den kopf erhebt und stumm herüberblickt.
sich fragend, ob der mensch denn ewig lebe.
silberne tropfen fallen ins wasserfass.
das ist das gedicht der mensch von, ja, noch einmal, thomas rosenlöcher.
ständig finde ich neues bei ihm, ganz gleich, wie oft ich die werke lese.
vielleicht sagt euch ja der neue impuls mehr zu als der vorherige?
möglicherweise tuschelt er euch ideen, momente ins ohr?
dann freue ich mich auf eure gedanken in den kommentaren…
mensch sein
dazu gehören
oder doch
besonders sein
nehmen oder doch
auch geben um
zu haben
die neugierde
füttern um zu
wissen oder doch
nicht wissen wollen
es ist ein
schmaler grat
zwischen esprit
und lächerlichkeit
zwischen erhabenheit
und überheblichkeit
zwischen augenblick
und sein
Liebe Stachelvieh,
gern wollte ich an deinem lyrischen Projekt stalywo teilnehmen, aber meine Kommentare werden nicht angenommen – schade!
Liebe Grüße,
Syntaxia
LikeLike
Das verstehe ich nicht. Diesen Kommentar sehe ich doch…
LikeLike
Auf dem Arbeitsweg
Täglich im Gewimmel der Großstadt
aneinander und Bettelnden vorbei
in Bussen und Straßenbahnen
ergibt sich ein schräges Bild
von wischenden Daumen
gebeugten Häuptern
über hellen Displays
und ausgefahrenen Ellbogen
einer minimierten Kommunikation
von Natur fernen Gestalten…
.
Sind Menschen nur noch so???
Lediglich ein kleiner Ausschnitt
ein Fragment der Gesellschaft
das mich betroffen macht
LikeLike
Ist der Mensch das bessere Tier?
Was unterscheidet ihn vom Tier?
Man sagt er könne denken,
seine Geschicke lenken.
Doch bei vielen zweifel ich daran,
mancher tut nur groß ob Frau ob Mann.
Sprüche klopfen, Reden schwingen.
Oftmals heftig, laut vor allem Dingen.
Wer laut wird, wird gehört.
Ich find, das ist gestört!
Benimmt sich Mensch so ungeniert
ist er weit entfernt vom Tier.
LikeGefällt 2 Personen
DER MENSCH WIE IMMER
Überdehnte Leiber.
Mit sorglos gequetschten Falten in Miedern und sonstig‘
Gewebsähnlichen, um Scham und Hüft‘ gewundener Linnen,
Acetaten oder Polyamiden.
So schleifen die feist grinsenden, nach unten hängenden Lefzen,
Ihre fettringwabbelnden Leiber zum Pizzabäcker.
In Erwachtung übermäßigen Zuspruch‘s fettdampfender, überhäufter Teller
Sitzen sie halbärschig auf viel zu kleinen Stühlen.
Keilen den wulstigen Rand,
Der aus stopp‘ligen Ziernieten oder doppelt getackerten Säumen fühlbar vorhanden
In ihren vom Wohlstand überdehnten und vom Dauerschweiß nässenden Anus.
Winken, trotz Dampfbildung unter den Achseln,
Den im Lokal agil tänzelnden, schmalhüftigen Kellner zu sich heran.
Mehr röchelnde Warmluft entweicht für die Bestellung einer olivenölgeschwängerten Pizza,
Als klar‘ modulierte Kehllaute,
Die den Begriffen der Speisenkarte eher entsprächen,
Aus einer schmallippigen Atemöffnung.
Taumeln, nicht trunken vom Alkohol,
Fuchtelnd und schwammig vom feisten Mahl,
Nach Hause zum Fernsehsessel.
Hinstöhnend,
Im ausgefurzten weichen Sitzmöbel,
Die Fernbedienung schaltend,
Erreicht ihr Ohr,
Nicht ihr Gehirn:
. . . DER KRIEG IN DER UKRAINE SEI . . .
Eine Triole lyrischen Dreiklangs
FURZ – RÜLPS – FERSENHAUSSCHALTEN
Beendet den stressreichen Tag.
LikeGefällt 1 Person
.
irgendwann
sitze ich am meer
erzähle von philemon
dem vertrauen in die liebe
die menschen lauschen
und beginnen wieder
zu hoffen
.
LikeGefällt 4 Personen
Der Mensch
tausend Farben
ungezählte Facetten
Doch
gefangen in einer Bedingung
entfaltet er nur blasse Farben
und nicht nur Wohlgeruch
Die Breite ist ihm eng
Die Länge kurz
Die Tiefe nicht hoch genug
Gefangen in einer einzigen Bedingung
wollte der Mensch
kann aber nicht
der Mensch
LikeGefällt 3 Personen