#stalyso2024 2. woche – streckenplan

ihr lieben,

vielen dank für eure momente für den ersten impuls. das mitschreiben begann sehr verhalten, irgendwie passt es zu diesem sommer, finde ich.

ich habe tolle beiträge gelesen, und ich freue mich schon auf die nächsten.

und hier kommt schon der impuls für unsere zweite schreibwoche

streckenplan

 

nun bin ich schon sehr gespannt auf eure ideen, gedanken, momente dazu. ob ihr den impuls 1:1 umsetzt oder zu anderem angeregt seid, setzt eure momente wie immer in die kommentare, ich freu mich drauf!

wir lesen uns…

 

abenteuer

lass doch
den blick in
die karte
du verpasst ja
beim gehen
die landschaft
zu sehen
und waren wir nicht
dafür losgegangen?
wirf sie
nicht weg
steck sie ein
wenn wir ermüdet
zur rast uns
begeben
kann sie über
den baumstumpf
gelegt
ein zum anlass
passendes
tafeltuch sein
gibt uns stärkung
anderer art
den weg finden wir
doch allein
und gehn wir
mal fehl
entdecken wir
die weißen flecken
auf der karte
unseres wisens

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Autor: stachelvieh

Gelegenheitsbloggerin

6 Kommentare zu „#stalyso2024 2. woche – streckenplan“

  1. Hinausgezogen

    Hinausgezogen
    Mit ganz großen Schritten
    Mit Siebzehnmeilenstiefeln
    Mit Wanderwut
    Mit Weltenmut

    Hinausgezogen
    Abenteuer zu erleben
    Geschichten zu sammeln
    Horizonte zu erklimmen
    Tellerränder zu verschieben

    Hinausgezogen
    Um zurückkommen
    Als ein anderer Mensch

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  2. Familienausflug

    Ein Mensch,der dachte so bei sich
    am Wochenende wollen wir starten
    wir gehn mal eben nicht in Garten
    das Wetter wird gar freundelig
    im Walde da erhol ich mich.

    Schnell besorgt er Wanderrouten
    breitet sie den Seinen aus
    Teenie mosert gleich frei Haus
    „ohne wlan? Pustekuchen
    das werd ich gar niemals versuchen“.

    Die Mutter schaut nachdenklich drein
    „Wird denn das nicht zu schwer?
    Bergauf und ab und hin und her
    das macht nicht mit mein Bein.
    Und – kehren wir auch ein?“

    Derweil hat Knirpsens scharfer Blick
    entdeckt den Bach mit Wasserrad
    erhoffte Freuden dieser Art
    entlocken Töne knüppeldick –
    Der Mensch erahnt das Ungeschick.

    Ein Blick zur Mutter hin der Guten
    ihr Blinzeln zeigt Gemeinsamkeit
    „am besten wär es doch gescheit
    ein anders Mal es zu versuchen
    Es gibt bestimmt noch bessre Routen“.

    Ein Mensch schleicht sich am Sonntag raus
    ganz in der Früh – ihm ist nicht Graus.
    Er wandert still und ganz vergnügt
    ganz in den tiefen Wald hinaus
    wo er sich dann am Bach vergnügt.

    Gefällt 1 Person

  3. Streckenlänge

    Der Streckenplan, der Streckenplan, Wer hat ihn nur, die deutsche Bahn ?

    Wer bringt die Oma in die Stadt, Wer macht die Schienen heute glatt ?

    Ich muss noch schnell zu zu Tante Meier, ich bring ihr Tratsch und frische Eier.

    Ob mir das heute noch gelingt, das weiß ich wenn das Gleis dann singt.

    Schnell laufe ich zum Gleise hin und welcher Zug heute noch ging ?

    Schon höre ich die Stimme leise:“ Der Zug fährt heute auf anderem Gleise.“

    Ich laufe, keuche, renne um die Ecke, gleich bin ich da, wenn ich nicht verrecke.

    Doch angekommen, am anderen Gleis, ich war nicht schnell genug, ich weiß.

    Was mir jetzt bleibt ist warten, warten. Ob ich noch weggekommen bin ? Ihr könnt raten !

    Gefällt 2 Personen

  4. Fährt man von A nach B
    Kann man über C oder D
    Kommt manchmal dann nach E
    Wenn man die Abfahrt verpasst bei G
    Macht bei F dann Pause
    Kauft sich ne Jause
    Man hat keinen Plan
    Auch keinen Plan B
    Der Tank ist leer, das Auto springt nicht an
    Da hilft nur eins – Ruf A D A C

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  5. Lebensbahn

    Lebensschiene, langer Zug.
    Fährst durch Täler, steigst auf Höhen.
    Doch von der Strecke, weit genug,
    sind nur Hauptbahnhöfe zu sehen.

    Die Geburt, der erste Schrei,
    Ein Startpunkt, hell erleuchtet.
    Die Schulzeit folgt, wild und jung,
    wird später zur Erinnerung.

    Der erste Kuss und erste Liebe,
    das Herz, es berstet fast vor Glück.
    Berufseinstieg, mit Kraft und Triebe,
    vor uns ein langes Wegestück.

    Heirat, Kinder, eigenes Heim,
    Highlights, die das Leben prägen.
    Schicksalsschläge, die bewegen;
    wir haben sie nicht kommen sehen.

    Das Alter kommt, leise und sacht,
    die Ernte gibt, manch Abschied nimmt.
    Am Ende letzte Fahrt bei Nacht,
    zum Reiseziel. Die Sicht verschwimmt.

    ~

    Wir sitzen alle im gleichen Zug
    und reisen quer durch die Zeit.
    Wir sehen hinaus. Wir sahen genug.
    Wir fahren alle im gleichen Zug.
    Und keiner weiß, wie weit.

    (Erich Kästner)

    ~
     
    Wir kennen nur die Hauptstationen,
    die Meilensteine sind uns klar.
    Die Punkte dazwischen, die Variationen:
    die machen uns einzig und tief.

    Nicht wahr?

    Gefällt 2 Personen

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