3. november – fremd

ihr lieben, ich freue mich schon auf den feierabend, auf den moment, wenn ich in meiner sammelstelle eure momente finde. losgegangen sind wir gemeinsam, verschiedenen schritts, und nun nimmt die #stalywo2023 eine neue wendung. ich glaube, wir alle haben einen bezug dazu. mich beschäftigt es gerade wieder sehr.
ich stelle dieses mal ein gedicht von mascha kaléko voran:

der fremde

sie sprechen von mir nur leise
und weisen auf meinen schorf
sie mischen mir gift in die speise
ich schnüre mein bündel zur reise
nach uralter vorväter weise
sie sprechen von mir nur leise
ich bleibe der fremde im dorf

stellt wie immer eure momente gern in die kommentare.

wir lesen uns…

fremde

fortgehen 
von dort wo 
man keinen platz hatte
suchen nach einem ort
ohne eine richtung zu kennen
erschöpfende wege in 
der kälte einer welt 
um sich selbst besorgter
wohin, wenn ein woher
schon nur vage ist
wo bleiben, wenn alles
vielleicht unterstand
eine handvoll brot 
nichts aber 
ein heim
sein kann

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Autor: stachelvieh

Gelegenheitsbloggerin

9 Kommentare zu „3. november – fremd“

  1. #stalywo 3/2023 „Fremd“

    Was war passiert?

    War sie so fremdbestimmt gewesen, oder hatte sie sich einfach viel zu lange, viel zu sehr angepasst?

    Wo war sie, zwischen all dem Chaos, was war von ihr übrig?

    Fremd war sie sich geworden…erkannte sich selbst fast nicht mehr

    Dann ging sie auf die Suche

    fand sich Stück für Stück langsam wieder

    und ist nach fast 20Jahren endlich wieder sie selbst

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  2. KENNENLERNEN

    Fremde Seelen
    Empathie
    Junge Leute
    Alte
    Bourgeoisie

    Stereotypen bau‘ ich ab
    Vorurteile werd‘ vergessen
    Toleranz
    Verständnis schaffen
    Gräben schließen
    Die sehr tief
    Und schon lange klaffen
    Atmosphäre und Respekt
    Reich Erfahrung
    Kriegt Effekt

    Gefällt 1 Person

  3. solange wir nicht
    hinsehen
    zuhören
    anfassen
    riechen und schmecken
    mit allen sinnen wahrnehmen

    und uns einlassen
    auf neues
    unbekanntes
    aufregendes
    auf abenteuer
    und auch auf angst

    werden wir einander
    fremd bleiben

    und vielleicht
    wird uns eines tages
    etwas fehlen.

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  4. Fremd – eine Übertragung ins berufliche Umfeld

    Zitternde Hände bearbeiten das Kissen
    Faden für Faden herausgerissen
    Die Augen suchen und wissen nicht was
    im Rücken die Anderen haben viel Spaß:

    „die Alte ist doof, das musst du doch wissen!
    Die hat doch die Brücke schon längst überschritten.
    Macht alles kaputt und auch in die Hose
    Und aufessen wollte sie heut meine Rose“

    Die Augen verraten die größte Pein
    Sie versteht nicht die Worte, das Gefühl reicht allein
    Verschwunden auf immer ist was ihr vertraut
    Fremd unter Fremden, gefallenes Laub

    Gefällt 3 Personen

  5. In dieser Stadt wirst Du immer nur ein Fremder sein?
    Das kann so passieren, aber es muss nicht sein.

    Sei friedlich, geduldig, üb Freundlichkeit
    Es könnte zwar dauern, doch es kommt mit der Zeit:

    Begegnung und Lachen, Gemeinsamzeiten
    Erzählen und Austausch, Gemeinsamkeiten

    Fremdsein wird schwinden, wenn wir beginnen
    und Menschen und Herzen als Freunde gewinnen.

    Gefällt 2 Personen

  6. .
    wenn sie in den spiegel sieht
    erkennt sie sich nicht mehr
    sie war geblieben obwohl
    das kein zuhause mehr ist
    doch hier war es relativ sicher
    und auch irgendwie vertraut
    sie ist sich fremd geworden
    .

    Gefällt 4 Personen

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