33. impuls – vom schwinden des taglichts

nach der #sommerschreiberei ist vor dem nächsten impuls. ich sitze in der frühen abenddämmerung und denke über meine beziehung zum licht, zum hellen, dem lichten nach. die nächsten monate wird es mir oft daran mangeln. nun lade ich euch ein, mit mir darüber nachzudenken. ein zitat dazu möchte ich noch voranstellen:

das dunkel ist ein heimweh nach licht.
carl ludwig schleich (1859 – 1922)

ob ihr den impuls wortwörtlich umsetzt oder durch ihn angeregt seid, weiter zu sinnen, alle momente sind wie immer willkommen. seid ihr dabei?

wir lesen uns…

 

gedankenschleifen

ich schau hoch in die sonne
sie scheint hell und sie wärmt mich
macht die farben erst sichtbar
ohne sie fehlt das leuchten

sie scheint hell und sie wärmt mich
legt aufs land sie ihr feuer
ohne sie fehlt das leuchten
grau zieht in die gemüter

legt aufs land sie ihr feuer
bringt sie welten zum wachsen
grau zieht in die gemüter
verlieren wir ihre gnade

bringt sie welten zum wachsen
schafft sie räume zum leben
verlieren wir ihre gnade
wird zur ödnis dann die welt

schafft sie räume zum leben
bringt sie licht in die herzen
wird zur ödnis dann die welt
greift die kälte nach allem

bringt sie licht in die herzen
wie die liebe zu einander
greift die kälte nach allem
wird das morgen zur frage

wie die liebe zu einander
macht die farben erst sichtbar
wird das morgen zur frage?
ich schau hoch in die sonne

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Autor: stachelvieh

Gelegenheitsbloggerin

3 Kommentare zu „33. impuls – vom schwinden des taglichts“

  1. Das Zitat von Schleich ist wunderbar!

    Keine Dominanz mehr

    wenn die Sonne alle Farben mit sich nimmt

    am Abend

    schleicht sich der Tag aus

    und eine Milde steigt auf

    nichts muss mehr laut und kräftig färbend

    auf sich aufmerksam machen

    alles darf müde sein

    ins samtene Dunkel gebettet

    ausklingend wie der letzte Ton

    © o)~mm /Syntaxia

        aufden2tenblick

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  2. Schwindendes Licht

    „Ich treib‘ hier mein Wesen.“

    „Und Dein Wesen treibt Dich.“

    „Ich bin halt so einer.“

    „Nur merkt das fast keiner.“

    „Ich schreibe fast immer
    in Form von ‚ich‘.“

    „Das hab ich gemerkt.
    Und gemerkt: Du meinst mich.“

    „Es ist ein Geheimnis:
    Von Einssein und ‚einen‘.“

    „Vielleicht bist Du falsch hier:
    das schert hier doch keinen.“

    „Könnt sein. Doch glaub ich das nicht.“

    „Schreib einfach weiter,
    Deine Worte sind licht.“

    „Dunkel ist dunkel,
    Und ich mag das Licht.“

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